IO2 – Studie zu kultureller Diversität an Schulen hinsichtlich Körper, Geschlecht, Gesundheit

Die Studie ist ein umfassendes, praktisches Trainingswerkzeug für Lehrpersonen, welche mit 3-8 Jahre alten Kindern arbeiten. Basierend auf der Methode der Fallanalyse, entwickelt von Margalit Cohen-Emerique, hilft die Studie den Lehrpersonen bei der Analyse konkreter kritischer Vorfälle und Situationen, welche in der Arbeit mit Kindern oder Eltern unterschiedlicher kultureller Hintergründe, auftreten. Diese unterstützt beim Erkennen konkreter Problemlösungen.

Die Studie umfasst zwei Komponenten:
a) Diversität im Kontext: zur Sicherstellung, dass das Material auf die konkreten Bedürfnisse und Erfahrungen der Lehrpersonen eingeht, beinhaltet das erste Kapital des Handbuchs eine Sammlung analysierter kritischer Vorfällen hinsichtlich kultureller Unterschiede zu Körper, Geschlecht und Gesundheit. „Kritische Vorfälle“ sind Situationen, in denen Missverständnisse und Spannungen verbunden mit kulturellen Unterschieden auftreten können (zum Beispiel: unterschiedliche Zugänge zu Körperkontakt, Geschlechterrollen, Essensgewohnheiten, etc.). Pro Land werden zehn Vorfälle (50 im Gesamten) für eine detaillierte und repräsentative Übersicht möglichen Situationen, in denen kulturelle Unterschiede zu Missverständnissen, Konflikten zwischen Lehrpersonen, Eltern und Kindern führen können, gesammelt. Die Eckpunkte jeder Analyse sind:
- das Aufdecken kultureller Werte, Normen, deren Unterschied den Kern des Konflikts oder Problems darstellt. Der Schwerpunkt liegt auf der Analyse beider Seiten: einerseits die der Eltern, andererseits die der Lehrpersonen/Schule.
- das Finden von Möglichkeiten der konstruktiven Zusammenarbeit

b) Aufdecken von Diversität: das zweite Kapitel bietet ein tieferes und detaillierteres Wissen über kulturelle Unterschiede und die Themen, welche häufig Ursache von kritischen Vorfällen sind.

Die Methode
Für den Abschnitt “Diversität im Kontext” verwenden wir eine Methode, empfohlen von der französischen Sozialpsychologin Margalit Cohen-Emerique, welche weitläufig von AnwenderInnen im sozialen/Ausbildungsbereich in Frankreich eingesetzt wird. Eckpunkte dieser Methodik:
a) Die Konzentration auf konkrete Erfahrungen von ExpertInnen/KlientInnen, welche dabei helfen, Vorurteile zu vermeiden
b) Das Erkennen beider Seiten in einem Konflikt und Aufarbeitung von kulturellen Werten, Normen, Erfahrungen, welche die Handlungen, Gefühle beider Seiten erklären
c) Das Erkennen konkreter Handlungspläne zur Lösung von Konfliktsituationen
Evaluierung
Die Evaluierung der Studie erfolgt durch eine ExpertInnen-Gruppe mit Fragebögen sowie durch die Lehrpersonen in den Trainings mit interaktiver und schriftlicher Bewertung. Die Indikatoren sind: Relevanz, Deutlichkeit, Anpassungsmöglichkeiten, Umsetzungsmöglichkeiten in die Praxis, Abdeckung unterschiedlicher Themen.

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